PR-Trick: Mehr Jugend in die Oper!

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Grund zur Freude für alle Gewaltphantasten – Endlich wird Oper für junge Leute wieder attraktiv!

Chemnitz. Das hast Du jetzt davon, Olli! Erst diese Woche hatte der Vorsitzende des Stadtelternrats Oliver Treydel die blutrünstige und gewaltverherrlichende Darstellung in der Werbung für die Chemnitzer Oper kritisiert. Konkret: Das Litfasssäulen-Plakat zum Stück „Die Herzogin von Malfi“, einer Webster-Oper aus dem 17. Jahrhundert, könnte die Kinder unserer Stadt „verstören“.

Doch kaum wurden seine Bedenken durch die städtischen Medien publik, verkündete Stefan Otto von den Chemnitzer Theatern eine unglaubliche Meldung: „Sämtliche Vorstellungen der ‚Herzogin‘ sind für den Rest des Jahres ausverkauft. Vor allem Jugendliche in Half-Life-Shirts interessieren sich plötzlich für das Stück. Die Kinder an der Kasse meinen, wenn sogar der Elternrat vor dem Stück warnt, dann müsse es ja richtig geil sein“, so der Leiter der Besucherabteilung. „Wir haben einen Anstieg von 450% bei den Jugend-Abos zu verzeichnen. Wahnsinn!“, sagt Ina Baldauf, die die Vergabe der Juniorcards leitet. Und Intendant Christoph Dittrich jubiliert: „Wir werden das Stück ganz klar bis 2015 verlängern. Unser Prinzip der ‚negativen Werbung‘ hat voll eingeschlagen. In dem Zusammenhang geht nochmal unser ausdrücklicher Dank an Oliver Treydel vom Stadtelternrat für seine wertvolle Öffentlichkeitsarbeit – und an Barbara Streisand.“

Nächste Saison, so der Intendant, soll das blutrünstige Opern-Marketing indes noch viel krasser ausfallen – neben Gewalt würden dann auch Sex und Drogen als Thema auf den Plakaten berücksichtigt. Hinter vorgehaltener Hand wird über ein Splatter-Oper-Spezial nachgedacht, das vor allem in Schulen aufgeführt werden soll. (heho)

Life on Mars

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Grund zur Freude für alle Urzeit-Krebse: Jaaa, sie leben noch!

Chemnitz. Thorid Z. schäumt vor Wut. „Diese Mistviecher sind einfach nicht tot zu kriegen!“ Die Wissenschaftlerin vom Chemnitzer Naturkundemuseum hatte schon alles, wirklich alles versucht. Ungehemmt drosch sie bereits auf die Urzeitkrebs-Eier der Spezies Triops mit dem Hammer ein, malträtierte sie mit dem Bunsenbrenner und verarbeitete sie zu Kaviar. Ohne Erfolg. Die Triops-Embryonen überlebten jede noch so rabiate Attacke und schlüpften kurze Zeit später aus ihrer super-robusten, eiweißhaltigen Hülle.

Zwischen Wut und Vakuum

„Das nagt natürlich am Selbstvertrauen von uns Naturforschern“, sagt Z. Denn ob Katze, Hamster oder Affe: Bislang hat man doch schließlich jede Spezies irgendwie totexperimentieren können. Nur diese kleinen Triops-Biester wollten einfach nicht sterben! „Irgendwann hatte ich die Faxen dicke und dachte: Ich schieße diese verdammten Teile jetzt einfach auf den Mond.“ Gesagt, getan! Mit ein wenig Tesa pappte sie die milimeterkleinen Eier auf die Außenhaut der Raumfähre ISS, in der Hoffnung, die kosmische Strahlung und das hohe Vakuum würden den Viechern den Garaus machen.

Area 51, CERN… und Chemnitz?

Doch auch dieser Plan war nicht das Gelbe vom Ei: Z. stellten sich die Nackenhaare auf, als sie einige Monate später die verhassten Forschungsobjekte zurück bekam – und die meisten davon noch immer in munterster Schlüpflaune waren. „Das ging mir übelst aufs Schwein. Über Ostern habe ich mich erst einmal an dutzenden Hühnereiern abreagiert. Die zerflatschen wenigstens ordentlich, wenn man sie mit Schmackes an die Wand donnert!“ Nun habe sie wieder bessere Laune und nehme ihre Forschungsrückschläge wieder mit Sarkasmus: „Man muss das Gute daran sehen. Der Mensch kann doch auch vom Triops lernen. Vielleicht reisen Weltraumfahrer bald in ihrer eigenen urzeitlichen Eierschale zum Mars„, klopft sie sich prustend auf die Schenkel. (heho)

Fersenfettpolsterstudie

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Irie Vibes from Rabenstein

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Grund zur Freude für Elefant, Tiger und Co.!

Weil die Einnahmen des Chemnitzer Tierparks nicht so sprudeln, wie sie sollten, hat sich Rechtsbürgermeister Miko Runkel zusammen mit der Tierparkleitung ein revolutionäres Konzept einfallen lassen: Sämtliche Freiflächen in der zoologischen Einrichtung sollen mit Cannabispflanzen bebaut werden, um die Tierpark-Kassen mit dem Verkauf von feinstem Dope zu füllen. Passend dazu soll über die Lautsprecher im ganzen Park Reggae-Musik abgespielt werden. „Wir müssten nicht einmal das Logo mit dem dauerbreiten Maskottchen ändern“, machte Runkel auf der Pressekonferenz seine Idee schmackhaft.

Der Bürgermeister gilt seit seinen Änderungen an der Polizeiverordnung als Tierfreund (sofern angeleint) und offen für Jugendkulturen aller Art (sofern schön in den eigenen vier Wänden praktiziert). Im Juni kandidiert er für das Amt des Oberbürgermeisters und will mit dem Konzept sein liberales und weltoffenes Profil weiter schärfen.

Der Tierbeirat des Tierparks (unten im Bild) indes hat das Konzept bereits abgenickt. Der Kommentar des vorstandsvorsitzenden Papageis (erstes Bild, einziges sprechendes Mitglied) lautete „Polly will ‚nen Space-Keks!“ und wurde als „Ja“ interpretiert. (heho)

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Alle Gefähren kommen von oben

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(fest)

Das Küchwalder Modell kommt!

Klaus die Maus freut sich über das Küchwalder Modell.

Grund zur Freude für alle Jungpioniere!

Chemnitz. Wie die CVAG heute verlauten ließ, soll künftig nicht nur die Straßenbahn in den Chemnitzer Hauptbahnhof einfahren können, sondern auch die Parkeisenbahn. Das „Küchwalder Modell“ soll ab 2020 in Kraft treten. Der Vorteil: Die kleinen Reisenden müssen nun nicht mehr umsteigen, sondern können etwa ab der Haltestelle „An den Tennisplätzen“ direkt bis in den Hauptbahnhof durchfahren. Klaus, die Maus, das knuffige Maskottchen der Küchwaldbahn, freut sich schon wie Bolle: „Erst hab ich nur Bahnhof verstanden. Aber dann hab ich’s geschnallt: Wenn die Bahnsteigklause im Küchwald abends schon zu hat, können Papi und Mami so lange auch am Bahnhof ihr Bierchen trinken und auf ihre lieben Kleinen warten. Das nenne ich familienfreundlich!“ Einziger Wermutstropfen: Für die Anbindung muss der gesamte Brühl abgerissen werden, welcher sich derzeit bekanntlich in der Blütephase seiner Wiederbelebung befindet. „Die Wichtigkeit der lokalen Infrastruktur rechtfertigt dieses radikale Vorgehen“, so Tiefbauamtsleiter Bernd Gregorczyk. „Mir kommt jedes noch so dämliche Prestigeprojekt gerade recht, wenn ich das Geld nicht in sinnlose soziale Projekte oder Kultur stecken muss. Aber das drucken Sie jetzt bitte nicht!“, zwinkert auch OB Barbara Ludwig. (heho)